Puschendorf (idea) – Evangelisationen, wie sie meist Gemeinden und Gemeinschaften veranstalten, führen selten zu einem Mitgliederzuwachs. Diese Beobachtung macht der Missionswissenschaftler Prof. Johannes Reimer (Bergneustadt bei Köln).
Wie er beim Mitarbeitertag des Landeskirchlichen Gemeinschaftsverbandes in Bayern am 29. Januar in Puschendorf bei Nürnberg sagte, wachsen Gemeinden heute meist dadurch, dass sie Mitglieder aus anderen Gemeinden aufnehmen. Dass Menschen in einer Gemeinde Christen werden und sich ihr dann anschließen, gehöre eher zu den Ausnahmen. Ein Grund sei, dass sich das Christsein häufig auf den Sonntag beschränke. „Wer aber in der Woche das Evangelium nicht lebt, produziert am Sonntag nur Worthülsen“, mahnte Reimer.