Traum von einer Kirche – Alptraum eigene Gemeinde?

Ich lese letzte Zeit mit Begeisterung die verschiedenen Beiträge über den „Traum von einer Kirche“ bei Simon. Besonders beeindruckend finde ich auch hier, dass Gott sich aus dem „Mund der Unmündigen“ Sein Lob zubereitet. D. h., dass selbst Teenies im Alter von 10-14 Jahren sie Sache mit der Kirche wirklich auf den Punkt bringen.

Ich will heute eine ähnliche Kampagne starten. Ich bin mir sicher, dass wir alle unsere „schönen Träume von der Kirche haben“, und ich glaube auch, dass vieles an diesen Träumen wirklich vom Heiligen Geist „inspiriert“ ist. Daher will ich hier jeden auch weiterhin ermutigen, Seinen (Gottes) Traum weiter zu träumen. Aber irgendwann machen wir alle die Augen auf und sehen die Realität – den Traum oder auch den Alptraum der eigenen Gemeinde. Wie geht ihr damit um?

Meine konkrete Frage an die Blogger-Community ist:

Was ist Dein persönlicher Alptraum in deiner eigenen Kirche/Gemeinde? Wie gehst Du damit um? Und was muss sind konkret verändern, damit Gott in Deiner Kirche/Gemeinde Seinen Traum verwirklichen kann?

Ich stelle diese Fragen aus einem bestimmten Grund: Ich schätze Träume (ich habe auch noch viele davon!), aber wie kommen wir in unserem Land dazu, diesen Traum zu verwirklichen? Deutschland braucht eine neue spirituelle Reformation und neue 95 Thesen, die auf allen Portalen unseres Landes zu lesen sein müssen. Wer ist dabei?

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4 Antworten zu “Traum von einer Kirche – Alptraum eigene Gemeinde?

  1. @Daniel:
    Danke für Deinen sehr ehrlichen Beitrag. Ich glaube auch an eine „Revolution von unten“, von der Basis. Das ist das Wesen des Reiches Gottes – aus klein wird groß. Vielleicht muss einiges in Deutschland noch kleiner werden, damit Gott darin Seine Größe zeigen kann.

    @Peter:
    WOW – Vergebung, Veränderungen, Verkopfung unseres Glaubens… Ich würde wirklich sehr gerne auch noch die anderen Punkte von Dir hören! …auch wenn es 45 min. dauert 😉

  2. Gute Sache – was ist unser „Albtraum“….
    Na, und da uns Deutschen das auch recht leicht, Probleme zu benennen, will ich mich da gleich reinstürzen.
    Mich käst an, dass bei uns in der Kirche (eine evangelische Freikirche) Leute ausgegrenzt werden, weil sie bestimmten moralischen Standards nicht genügen. Das fängt bei Leuten, die geschieden sind, an und geht bei den Homosexuellen weiter. Da kommt die Barmherzigkeit definitiv zu kurz, denn wir halten den Leuten in erster Linie vor, was sie falsch machen, anstatt Ihnen in erster Linie die Gnade unseres Herrn anzubieten.
    Außerdem geht mir auf den Sender, dass viele Leute in unserer Kirche soviel Angst vor Veränderungen haben. Sobald mal ein Gottesdienst etwas anders gestaltet wird, z.B. die Musik mal ein bisschen länger oder wilder ist als sonst, regen sich die Leute drüber auf – anstatt die beteiligten Personen zu ermutigen.
    Und zu guter Letzt, das ist aber wohl vor allem ein Freikirchen-evangelikalen-Problem: DAS WORT wird etwas überhöht und zu wichtig genommen. Klar, ich schätze die Bibel und denke, dass die die absolute Grundlage für uns Christen sein sollte. Aber das heißt nicht, dass die Verkündigung der Botschaft in Form einer Predigt die wichtigste/beste/einzig wahre Form ist – daneben gibts noch viel mehr Formen: Lieder, Tanz, Pantomime, Theater, Bilder usw….. Das Ergebnis von dieser WORT-Überhöhung ist, dass Predigten gerne mal 45 Minuten dauern (damit tun sich die meisten postmodernen Menschen schwer und schließlich sind nicht alle Gottesdienstbesucher frisch von der Uni….) – und das geht einfach nicht.

    Hm….ich hätte noch mehr Punkte, aber das würde den Rahmen glaube ich sprengen…. 😉

  3. …auch eine Idee… 😉

    Mich persönlich macht es betroffen, wenn Christen sich einigeln. Sich selbst genug sind. Angst haben, irgendwie aufzufallen. Andere (sogenannte „Außenstehende“ – dabei sind die meistens in der Mehrheit!) höchstens noch belächeln – oder überhaupt nicht beachten – anstatt nach ihnen zu fragen und auf sie zuzugehen. Das implizit als „biblisch“ bezeichnen („Stellt euch nicht dieser Welt gleich“ etc.).
    Habe gemerkt, dass Aktivismus hier nix bringt. Große missionarische Aktionen starten – in der Hoffnung, dass die anderen schon mitziehen – …das kann enttäuschend enden. Ich glaube, dass es hier im Kleinen zu Veränderungen kommt. Im Gespräch. Im Hauskreis. In Andachten. Aber das braucht Geduld… Hoffe, ich denke an diesen Eintrag, wenn ich mal Pfarrer bin – und mich einer frommen, traditionalisierten Dorfgemeinde wiederfinden sollte…

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