Der Heilige Geist – mehr als ein Freund I

Der Heilige Geist (HG) bringt Jesus (in seiner ganzen Realität) in mein Leben.

Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten; und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. Ich werde euch nicht verwaist zurücklassen, ich komme zu euch. Noch eine kleine Weile, und die Welt sieht mich nicht mehr; ihr aber seht mich: Weil ich lebe, werdet auch ihr leben. An jenem Tag werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch. Johannes 14,15-20

Viele Menschen suchen heute nach einer tatsächlichen Erfahrbarkeit des HG und sind zugleich hin und wieder irritiert über einige „charismatische Manifestationen“. Nun, Tatsache ist, der HG war für die ersten Christen mindestens genauso real und erfahrbar, wie Jesus selbst. Hier nun einige Indizien aus dem Text:

  1. Der verheißene (αλλον παρακλητον = gr. der (zur Hilfe) Herbeigerufene) andere Helfer, soll ja nun den vorangegangenen Helfer (= Jesus) ersetzen. Heißt das nicht, dass ich heute zum HG eine ebenso personelle, reale und freundschaftliche Beziehung haben kann, wie die Jünger sie damals zu Jesus hatten? Die Apostelgeschichte zeigt genau dieses Phänomen: Der HG spricht, beauftragt, stärkt und führt die Jünger genauso, wie Jesus es seinerzeit getan hatte.
  2. „Ihr kennt ihn“ – (γινωσκετε αυτο): ein Begriff, der im jüdischen Kontext eine enge, intime Beziehung zum Ausdruck bringt. In einer solchen Beziehung ist Kommunikation ein wesentlicher Bestandteil. Viele Christen sind irritiert darüber, dass einige zum HG beten. Meine Frage: Wie ist eine intime Beziehung zu einer Person ohne Kommunikation überhaupt möglich?
  3. „Ich komme zu euch“. Der HG bringt Jesus mit seinem vollkommenen Wesen, seiner Auferstehungskraft, seiner ewigen Gnade, usw. unmittelbar in meine unvollkommene und schwache Wirklichkeit. Wir sind nicht „spirituelle Waisen“ in dieser Welt. Heißt das nicht auch, dass der HG unser Vater ist?
  4. „…die Welt sieht mich nicht, … aber ihr seht mich“ – ist die Erfahrung des HG so real, dass ich Jesus heute genauso mit allen Sinneswahrnehmungen „begreifen“ kann, wie die ersten Jünger damals?

OK, das sind zunächst einmal genug Fragen zum Nachdenken.

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