Trinitarische Theologie & Praxis? III

Heute Morgen las ist mal wieder Spurgeon (C. H. Spurgeon: Mit Wind und mit Feuer, ASAPH Verlag 1997, S. 139-140) und ich habe den Einduck, dass der Mann wirklich trinitarisch glaube, lebte und arbeitete. Aber hört mal selbst:

Weil ihr aber Söhne seid, sandte Gott den Geist seines Sohnes in unsere Herzen, der ruft: Abba, Vater! Galater 4,6

OBWOHL DIE LEHRE VON DER EINHEIT der Dreifaltigkeit in der Heiligen Schrift nicht so formell ausgedrückt wie im Athanasianischen Glaubensbekenntnis zu finden ist, wird sie doch immer als selbstverständlich und wahr angenommen. In manchen Schriftstellen kommt sie so deutlich zum Ausdruck, daß man schon bewußt die Augen davor verschließen muß, um sie nicht zu sehen. In unserer Textstelle werden alle drei Personen der Gottheit ausdrücklich erwähnt. „Gott“, das heißt der Vater, „sandte den Geist“, das heißt den Heiligen Geist, der hier als „Geist seines Sohnes“ bezeichnet wird. Nicht nur die einzelnen Namen, sondern auch das spezielle Wirken jeder Person der Gottheit wird erwähnt. Weder der Vater noch der Sohn noch der Heilige Geist können nur ein Einfluß oder bloße Existenzform sein, denn jeder handelt, wenn auch auf göttliche Weise, in einem speziellen Wirkungsbereich und auf eine bestimmte Weise. Wenn es zum Beispiel vom Heiligen Geist heißt, daß er „ruft: Abba, Vater!“, dann ist uns klar, daß ein Einfluß nicht rufen könnte. Dazu bedarf es einer Person. Obwohl wir die wunderbare Wahrheit von der ungeteilten Einheit und den drei Einzelpersonen der dreieinigen Gottheit nicht begreifen können, sehen wir trotzdem, wie diese Wahrheit in der Heiligen Schrift enthüllt wird, und nehmen sie deshalb im Glauben an.

An dieser Schriftstelle kann der gläubige Mensch sehen, wie alle drei Personen der Dreieinigkeit zu unserer Errettung zusammenwirken, und ist hingerissen von der liebenden Einheit aller drei Personen im Erlösungswerk.

Wir verehren den Vater, ohne den wir nicht erwählt oder angenommen worden wären, den Vater, der „uns wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten“ (1. Petrus 1,3). Wir lieben und verehren den Sohn, durch dessen kostbarstes Blut wir erlöst worden sind und mit dem wir in einer geheimnisvollen und immerwährenden Verbindung eins sind. Wir anbeten und lieben den göttlichen Geist, denn durch ihn sind wir wiedergeboren, erleuchtet, erquickt, erhalten und geheiligt worden. Durch ihn erhalten wir das Siegel und die Bestätigung in unseren Herzen, die uns zusichern, daß wir wirklich Kinder Gottes sind. Wir dürfen nicht versäumen, jede der drei erhöhten Personen des einen Gottes zu preisen, anzubeten und zu lieben, und eifrig bemüht in demütigster Ehrerbietung vor dem einen Gott – Vater, Sohn und Heiliger Geist – uns zu verbeugen.

PS: Hervorhebungen von mir.

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