40 Tage leben mit dem Jesusbekenntnis

Seit dem 13. Februar lebe ich bis Ostern mit dem Jesusbekenntnis. Hier einige Notizen aus meinem Tagebuch:

Tag 9:

Was ist absolute Freiheit? Gibt es so etwas überhaupt? Kann ein endliches Wesen wie der Mensch unendliche Freiheit besitzen? Meine Hypothese lautet: absolute Freiheit ist ein Mythos! Wir können nicht (aus Selbstantrieb) fliegen, wie können nicht alles haben, was wir wollen, wir sind im Straßenverkehr in unserer Freiheit „eingeschränkt“ (man denke nur an die vielen Regeln), wir können noch nicht einmal alles essen und trinken, was wir wollen (uns wenn wir das tun, merken wir sehr schnell, dass die Leine der Freiheit immer kürzer wird). Und vieles von dem, was für Freiheit gehalten und ausgegeben wird (Werbeslogan: Die Freiheit nehm‘ ich mir!), stellt sich über Kurz oder Lang als eine Falle heraus. Daher ist alle Freiheit immer relativ (lat. relativus, „sich beziehen auf…“), d. h. sie ergibt sich aus einer Relation (Beziehung). Ist das Jesusbekenntnis vielleicht das Angebot und der Weg zur höchsten Form der Freiheit, die der Mensch im Hier und Jetzt erleben darf?

Tag 11:

Der Kommentar von Blaise Pascal zum Jesusbekenntnis:

Zwei Gesetze genügen, um das ganze christliche Gemeinwesen besser als mit allen politischen Gesetzen zu ordnen. Pensée Nr.376

Tag 14:

Søren Kierkegaard hat mal gesagt, dass die „Sehnsucht … der Nabelstrang des höheren Lebens“ ist. Unsere Sehnsucht ist damit ein Rudiment aus Eden, dem wir alle entstammen. Blaise Pascal drückt das in seinen Pensées etwas anders aus:

Wir sehnen uns nach der Wahrheit und finden in uns nur Ungewissheit.
Wir streben nach dem Glück und finden nur Elend und Tod.
Wir sind unfähig, uns nicht nach Wahrheit und Glück zu sehnen, und wir sind der Gewissheit wie des Glücks unfähig.
Dieses Verlangen ist uns erhalten geblieben, um uns zu bestrafen, und auch, um uns empfinden zu lassen, von welchem Ort wir herabgesunken sind.

In Eden war das Jesusbekenntnis das Herzstück der Freundschaft mit Gott und dem Nächsten.

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