Taufe mit dem Heiligen Geist V

Meine These nun zu Anfang: alle Jünger Jesu waren bereits vor Pfingsten (und damit vor ihrer Geistestaufe!) im vollen Sinne wiedergeboren (= Gläubige, deren Erretung vollkommen und vollendet war, und die diese Erretung auch persönlich für sich in Anspruch genommen haben!). Daher spricht Jesus zu seinen Jüngern in der APG über die nachhimmelfahrtliche Geistestaufe auch nicht in soteriologischer, sondern in missiologischer Terminologie:

APG 1:4-5 Und als er mit ihnen versammelt war, befahl er ihnen, sich nicht von Jerusalem zu entfernen, sondern auf die Verheißung des Vaters zu warten – die ihr, sagte er, von mir gehört habt; 5 denn Johannes taufte mit Wasser, ihr aber werdet mit Heiligem Geist getauft werden nach diesen wenigen Tagen.

APG 1:8 Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde.

Meine Transliteration der Worte Jesu dazu:

die Errettung ist hier sowohl durch Kreuzestod & Auferstehung, als auch durch persönliche Heilsaneignung vollendet. Nun kommt aber noch etwas, das euch göttliche Kraft verleihen wird, um meine Mission in dieser Welt zu vollenden. Eine ähnliche Erfahrung kennt ihr schon, als ich persönlich euch bevollmächtigte und sandte, die Kranken zu heilen, Tote aufzuwecken, Dämonen auszutreiben und das Evangelium des Reiches Gottes zu verkündigen. Ich gehe nun von euch, aber der HG, der nun DIE Power und DER Projektleiter meiner Mission ist, wird über euch kommen und euch in derselben Art & Weise bevollmächtigen, wie ich es damals bei der Aussendung der 12 Jünger getan habe (Matth. 10). Es gibt nun allerdings einige große Unterschiede:

  1. Jeder, der an mich glaubt, soll nun diese Vollmacht des HG bekommen, nicht nur ihr 12. Ich werde mir ein unendliches Heer an Jüngern weltweit in dieser Weise zurüsten.
  2. Das Missionsgebiet wird sich dramatisch ändern. Sandte ich euch damals nur „zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel“, ist von nun an die ganze Welt mein und euer Fokus.
  3. Diese meine Mission erfordert nicht nur Glauben und persönliche Errettung, sondern auch göttliche Kraft, die jedem bei der Umkehr und Geistestaufe verliehen wird. Und nur in dieser Fülle des HG werdet ihr fähig sein meine Königsherrschaft zenripetal in die ganze Welt zu bringen.

Und dann kommt nach 10 Tagen Gebets und Wartens (vielleicht sollten wir das heutzutage auch mal machen!) die verheißene Ausgießung des HG:

APG 2:1-18 Und als der Tag des Pfingstfestes erfüllt war, waren sie alle an einem Ort beisammen. 2 Und plötzlich geschah aus dem Himmel ein Brausen, als führe ein gewaltiger Wind daher, und erfüllte das ganze Haus, wo sie saßen. 3 Und es erschienen ihnen zerteilte Zungen wie von Feuer, und sie setzten sich auf jeden einzelnen von ihnen. 4 Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen. 5 Es wohnten aber in Jerusalem Juden, gottesfürchtige Männer, von jeder Nation unter dem Himmel. 6 Als aber dieses Geräusch entstand, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt, weil jeder einzelne sie in seiner eigenen Mundart reden hörte. 7 Sie entsetzten sich aber alle und wunderten sich und sagten: Siehe, sind nicht alle diese, die da reden, Galiläer? 8 Und wie hören wir sie, ein jeder in unserer eigenen Mundart, in der wir geboren sind: 9 Parther und Meder und Elamiter und die Bewohner von Mesopotamien und von Judäa und Kappadozien, Pontus und Asien 10 und Phrygien und Pamphylien, Ägypten und den Gegenden von Libyen gegen Kyrene hin und die hier weilenden Römer, sowohl Juden als Proselyten, 11 Kreter und Araber – wie hören wir sie von den großen Taten Gottes in unseren Sprachen reden? 12 Sie entsetzten sich aber alle und waren in Verlegenheit und sagten einer zum anderen: Was mag dies wohl sein? 13 Andere aber sagten spottend: Sie sind voll süßen Weines. 14 Petrus aber stand auf mit den Elfen, erhob seine Stimme und redete zu ihnen: Männer von Judäa und ihr alle, die ihr zu Jerusalem wohnt, dies sei euch kund, und hört auf meine Worte! 15 Denn diese sind nicht betrunken, wie ihr meint, denn es ist die dritte Stunde des Tages; 16 sondern dies ist es, was durch den Propheten Joel gesagt ist: 17 «Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, daß ich von meinem Geist ausgießen werde auf alles Fleisch, und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, und eure jungen Männer werden Gesichte sehen, und eure Ältesten werden Traumgesichte haben; 18 und sogar auf meine Knechte und auf meine Mägde werde ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie werden weissagen.

Mein Gebet:

Jesus, sende Deinen Geist! Erfülle Dein Volk erneut mit Deiner Liebe und Kraft. Bewege Du erneut Himmel und Erde, um Deine Herrlichkeit und Macht zu offenbaren. Gib uns Deine Vision und Deine Mission erneut durch Deinen Geist in unser Herz und unsere Hand. Lass Deinen Wind erneut mächtig wehen und Deine Hand Zeichen und Wunder tun, wie Du es Dir auch gedacht hast. Und gib uns dann den Mut unsere Segel zu setzen und unsere Hände zu erheben, um an die Orte zu gehen, wo Du Ströme lebendigen Wassers durch uns ausgießen willst.

Dein Name sei geheiligt und gepriesen! Dein Wille geschehe, wie im Himmel, genaso auch hier auf Erden! Amen

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2 Antworten zu “Taufe mit dem Heiligen Geist V

  1. Wow absolut coll das mit der TmdHG…..
    Frage: Wie wird es vollzogen?

    Ich dachte immer es wird wie in Apg.2:38 vollzogen.

    „Petrus aber sprach zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden! Und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.“

    im zusammenhang mit Apg.19:6:
    „und als Paulus ihnen die Hände aufgelegt hatte, kam der Heilige Geist auf sie, und sie redeten in Sprachen und weissagten.“

    Oder verstehe ich da was falsch? Als Otto-Christ wird doch genau das durchgeführt.

  2. Naja, die Frage ist ja, ob der Geistempfang bei uns heute genau so abläuft wie bei den ersten Jüngern damals. War Pfingsten ein einmaliges Ereignis, dass den Beginn der neuen Wirksamkeit des Heiligen Geistes markiert, oder muss jeder sein eigenes kleines Pfingsten erleben?
    Die Jünger waren jahrelang mit dem leibhaftigen Jesus unterwegs, erlebten Kreuz und Auferstehung und Pfingsten markiert nun ein Wendepunkt in der Art und Weise, wie Jesus bei ihnen gegenwärtig ist. Wir haben heute nicht mehr die Möglichkeit zuerst mit dem leibhaftigen Jesus unterwegs zu sein, bei uns gilt von Anfang an, was für die ersten Jünger erst nach Pfingsten galt: Dass Jesus durch Gottes Geist in uns wohnt.
    Insofern stehen wir in einer anderen Situation und wir können nicht einfach die Erfahrung der ersten Jünger (das zeitliche Auseinander von Wiedergeburt und Geistempfang) auf uns heute übertragen. Das ist jetzt aber noch kein Argument um Wiedergeburt und Geistempfang einfach gleich zu setzen, sondern nur ein Fragezeichen hinter einer zu einfachen Trennung.
    Dass man Wiedergeburt eher in soteriologischer Dimension zu sehen hat und Geistempfang in missiologischer Dimension sehe ich auch so.

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