Wie kann ich Gottes Stimme hören? II

Wer ist ein Jünger?

2. Definition von Jüngerschaft

John. 8:31ff   31 Jesus sprach nun zu den Juden, die ihm geglaubt hatten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaft meine Jünger;  32 und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen. … 37 Ich weiß, dass ihr Abrahams Nachkommen seid; aber ihr sucht mich zu töten, weil mein Wort nicht Raum in euch findet.  38 Ich rede, was ich bei dem Vater gesehen habe; auch ihr nun tut, was ihr von eurem Vater gehört habt.

John. 10:2ff  2 Wer aber durch die Tür hineingeht, ist Hirte der Schafe.  3 Diesem öffnet der Türhüter, und die Schafe hören seine Stimme, und er ruft die eigenen Schafe mit Namen und führt sie heraus.  4 Wenn er die eigenen Schafe alle herausgebracht hat, geht er vor ihnen her, und die Schafe folgen ihm, weil sie seine Stimme kennen. … 16 Und ich habe andere Schafe, die nicht aus diesem Hof sind; auch diese muss ich bringen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde, ein Hirte sein. … 27 Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir;  28 und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben.

Jesus setzt sich hier mit den „Nachkommen Abrahams“, also durchaus religiösen Juden auseinander. Aber dennoch ist keiner von ihnen ein Jünger Jesu. Warum? Jesus macht es deutlich: Ein Jünger ist jemand, der die Stimme Jesu (Gottes) hört und dann das Gehörte auch wirklich tut. Und dieses Kriterium erfüllten leider die meisten seiner bibelfesten Zuhörer in John. 8 und 10 nicht, denn beide Kapitel enden ähnlich (John 8:59 – 9:1  59 Da hoben sie Steine auf, um auf ihn zu werfen. Jesus aber verbarg sich und ging aus dem Tempel hinaus.  John 10:31   31 Da hoben die Juden wieder Steine auf, dass sie ihn steinigten.)

In John. 10 kommt das Bild einer Schafherde dazu, die deswegen dem Hirten folgt, weil sie den Klang seiner Stimme (gr. phonäh) kennen. Diese Schafe, sagt Jesus gleichnishaft, hat er sowohl unter den Juden, als auch unter den Heiden (Schafe, die nicht aus diesem Hof sind).

Was ergibt sich aus dem Hören auf den Hirten?

  1. Jesus ruft jeden persönlich und führt die Schafe heraus (aus dem Stall=Stillstand/Enge/Religion) in die Freiheit
  2. Jesus geht voran, die Schafe folgen aufgrund einer vertrauten Stimme (es ist kein Viehtrieb!, sondern ein freiwilliges Folgen)
  3. Schafe aus den verschiedenen Hintergründen (Ställen/Höfen) werden zusammenkommen und werden EINE Herde sein und EINEN Hirten haben. Im gr. steht hier beide male ein Numeral (mia, heis), das die Zahl 1 betont. Diese Einheit ist u. a. auch auf das Hören des Hirten zurückzuführen…
  4. Jesus kennt jedes Hörende Schaf persönlich!
  5. Ewiges Leben und eine feste Gewissheit desselben kommt aus der hörenden Beziehung zwischen Schaf und Hirte (und offensichtlich nicht aufgrund exzellenter Bibelkenntnis!, was jeder der Gesprächspartner von Jesus gewiss hatte)
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Eine Antwort zu “Wie kann ich Gottes Stimme hören? II

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