Wie kann ich Gottes Stimme hören? IV

Vielleicht können viele von uns nicht die Stimme Gottes hören, weil sie eine falsche Vorstellung davon haben, wie Gott redet. Und ich gebe zu, dass allein die Fragestellung „Wie kann ich Gottes Stimme hören?“ irreführend sein kann. Das „Hören“ assoziiert so mancher zurecht mit „eine hörbaren, akustischen Stimme“, die wir in und mit unserem „natürlichen Ohr“ hören. So war es offensichtlich auch bei dem kleinen Samuel (1 Sam 3). In dieser Weise hat Gott tatsächlich sehr oft gesprochen und tut es heute immer noch. Ich persönlich habe allerdings in meiner „Hörerfahrung Gottes“ dieses akustische Reden noch nicht vernommen und ich kenne persönlich noch keinen, der auf diese Weise Gott gehört hat.

Allerdings „hören“ wir Menschen nicht nur physisch mit unsere Ohren. Das eigentliche Hören ist ein mental-spiritueller Prozess. Mit den Ohren hören ist gut, aber oft nicht ausreichend. Daher können wir manchmal auch etwas mit unseren Ohren gehört haben, ohne dass wir es wirklich „vernommen“ haben. Oder umgekehrt, wir haben mit unseren Ohren nichts gehört, aber trotzdem haben wir etwas „vernommen“. Z. B. wir kommen hinein in eine Gruppe von Menschen. Wir sehen freundliche Gesichter und hören freundliche Worte und doch „vernehmen“ wir eine negative oder vielleicht sogar abstoßende Atmosphäre und Stimmung. Oder wir „hören“ förmlich die Stimme des Zweifels, des Unglaubens, des Hasses, ohne dass uns irgendein akustisches Signal in diese Richtung erreicht hätte. Wir hören also auch mit unserem Herzen. (Das Herz ist in der Bibel oft als das Zentrum des Denkens, Wollens und Fühlens beschrieben.)

Das eigentliche Hören ist also ein ganzheitliches, schöpferisches  mental-spirituelles Geschehen. Daher wundert es einen nicht, dass die Propheten des AT das Reden Gottes oft auch als ein solches Geschehen beschrieben haben (z. B.: Jer 2,1; 7,1; 11,1;16,1… usw.): Und das Wort des HERRN geschah zu mir! Das hebr. Wort chajah, was hierfür gebraucht wird, bedeutet: werden, kommen, erscheinen,  in Existenz treten, geschaffen werden… Es ist dasselbe Wort, was immer und immer wieder bei der Schöpfungsgeschichte wiederholt wird: Es werde Licht! Und es ward Licht… Es werde eine Wölbung, … und es geschah so …

Gott sendet also Sein Wort zu uns und ruft es in uns zur Existenz. Welche konkrete Form dieses Wort dann bei Dir und mir persönlich annimmt, hängt davon ab, wie wir geschaffen und beschaffen sind. Daher ist das Vernehmen der Stimme Gottes von Person zu Person sehr unterschiedlich. Den meisten (eher strukturierten) Menschen, wäre eine Formel F lieber, aber so ist es (leider) nicht. Wir können also Gottes Stimme „hören“ durch Träume, Eindrücke, innere Bilder, Engelserscheinungen, Offenbarungen, Worte der Erkenntnis, Worte der Weisheit, in Gedanken, in Erinnerungen, in Begegnungen mit Menschen, im prothetischen Wort, in Naturbeobachtung (Die Himmel erzählen… Ps 19,2)… All diese Hörmodi begegnen uns in der Schrift.

Ein weiterer Aspekt beim Hören ist ebenfalls wichtig: Gott will eine Beziehung! (und keine Parkuhr, die Er „zulabern“ will). In einer herzlichen, intimen Beziehung gibt es verschiedene Formen der Kommunikation (davon die akustische From nur eine von vielen ist).  Das gegenseitige Kennen steht in Joh 10, wo es um das Hören des Hirten geht, im Vordergrund: Joh 10:14  Ich bin der gute Hirte; und ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich… Das Hören kann Ursache aber nie Selbstzweck einer Beziehung sein. Jeder der Jünger Jesu hörte zum Beginn seines Jesusabendteuers die Worte: Komm und folge mir nach! Aber sie haben danach nicht HURRA geschriehen: Jetzt hören wir die Stimme Gottes, das ist toll, lasst uns hier ein paar Zelte aufschlagen… Nein, Gottes Stimme hören dient dem Zweck, Jesus (Gott) immer besser kennen und lieben zu lernen.

Joh 17:1-3  Dies redete Jesus und hob seine Augen auf zum Himmel und sprach: Vater, die Stunde ist gekommen. Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrliche,  wie du ihm Vollmacht gegeben hast über alles Fleisch, daß er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben gebe! Dies aber ist das ewige Leben, daß sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.

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Eine Antwort zu “Wie kann ich Gottes Stimme hören? IV

  1. Gottes segen Dir, den Deinen und allen Lesern,
    „jaasch“
    Die Offenbarung Gottes in unserem Leben.
    Die Gabe wie die Offenbarung Gottes ist eine geistige und wendet sich an das für Gott geborene und zubereitete Menschenkind, das von A bis Z alles erfüllt hat und damit Gottes Gerechtigkeit preist.
    Dieser Mensch wird dann für Gott zubereitet und empfänglich gemacht für seine Offenbarungen.
    Jesus sagte zu seinen Jüngern:
    „Euch ist es gegeben, zu wissen das Geheimnis Gottes und seines Reiches,den anderen aber in Gleichnissen….Lukas 8,10
    Durch die Schöpfung Gottes offenbart sich Gott dem natürlichen und ungeistigen Menschen,
    sei es dem in dem Urwalt oder sei es dem, in der Großstadt einer „zivilisierten“ Welt mit ihrer weltlichen, menschlichen und irdischen Weisheit, die endlich ist.

    Durch manchen Situationen des menschlichen Leben,
    Durch Schriften/ Bibel und Träume, redet Gott von außen zu dem ungeistigen Menschen sich zu Gott zu bekehren und seine Gebote zu halten, etc. Hiob 33,

    Durch das innere geistige und göttliche Licht, welches
    göttlich und geistig ist, redet Gott in uns und zu uns.
    Johannes 1,9-13
    Und alle die Ihn aufnahmen und anerkannten in ihrem Innern,denen gab Er geistige und göttliche Macht, Gottes Kinder zu werden. Hier müssen wir die Reihen- folge Gottes Anweisungen befolgen um mit IHM in eine Verbindung, zur Vereinigung und Gemeinschaft zu kommen, die ewig gelten soll.
    Alle Offenbarungen Gottes und der Wahrheit, das Fundament des Wiedergeburtschristen seines neuen und geistigen Zuhause, werden dem neuen Menschen
    und Kreatur Gottes, allein durch den Geist Gottes, welcher ist der Geist der Wahrheit, in seinem Innern und Bewusstsein freigelegt,
    1.nie durch den Buchstaben und Zeugnis der Bibel,
    2. nie durch einen Menschen, Papst, Bischof, Pastor,
    Theologen oder Prediger, und,
    2. nie durch Fleisch und Blut, und,
    3. nie durch die irdische und welltiche Weisheit,
    Schule und Universität.

    Das innere Licht, Geist und Wort Gottes in einem für Gott wiedergeborenen neuen Menschen, der auch voll Heiligen Geistes und Glauben ist, spricht allezeit die Sprache Gottes und seines Christus, und drückt sich in einem Menschen, der sich vor Gott in einer stillen Andacht/Kämmerlein versammelt,
    ohne Laute,
    ohne Worte der angelernten weltlichen Weisheit.

    Der Schöpfer- Gott und Schöpfer- Geist, drückt sich anders aus im Menschen wie ein Körperliches Wesen, das Zeitlich und Endlich ist.
    Die erlösende und schöpferische Kraft Gottes zur Veränderung und Neuschöpfung eines Menschen nach dem Bilde des zweiten Adam welcher ist Jesus Christus, ist immer der Geist und die Kraft, die der suchende und erwartende Menschen im Heiligen Geist, dem Geist Gottes findet.
    Gott ruft alle Menschen, die Christus in ihr Inneres und Leben aufgenommen haben folgendes zu, was sie nach ihrer Wiedergeurt im Geist erfahren werden, können und müssen:
    „UND soll nicht lehren jemand seinen Bruder und sagen.Erkenne den HERRN.
    Denn sie sollen mich alle kennen, von dem Kleinsten an bis zu dem Größten……Hebräer 8,11

    UND Johannes schreibt in seinem 1. Hirtenbrief folgendes:
    „UND ihr habt die Salbung von dem, der heilig ist, und wisset alles. 1.Johannesbrief 2, 20 und 27
    „Und die Salbung, die ihr von IHM empfangen habt, bleibt bei euch, und ihr bedürfet nicht, dass euch jemand lehrt, missioniert und predigt etc,
    Sondern wie euch die Salbung alles lehrt, so ist es wahr und ist keine Lüge, und wie sie euch gelehrt hat, so bleibet bei IHM.
    Und so wird die einzig wahre Theologie des lebendigen Gottes und seines Heiligen Geistes, die mit Christus und dem Heiligen Geist zu Pfingsten, aus dem Schoss des Vaters und Himmel auf die Erde und zu allen Menshen kam, VERKÜNDET einmal,
    1. in dem Geist Gottes und der Wahrheit,
    und zweitens:
    2, in dem menschlichen Geist der Welt und des
    Irrtums schreibt Johannes in seinem 1. Hirtenbrief
    Kapitel 4, 2-6
    Peter Semenczuk
    Autor und Herausgeber christlich-theologischer Publikationen im Internet und Selbstverlag: Umsonst, wie Christus seinen Jüngern geboten hat.
    Matthäus 10,8 /Apostelgeschichte 3, 6/ 20,33/ 1.Korinther 9,12-18/2.Korinther 11,7/ u.v.m.

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