Beten wie die ersten Christen II

Was mich an dem Gebet aus der APG fasziniert sind folgende Dinge:

  1. Das Gebet geschieht aus der starken Gewissheit der universellen Königsherrschaft Gottes in Christus. Nicht die Mächtigen (Herodes, Pilatus, Schriftgelehrte usw.) regieren, sondern Jesus… Genau das hatte Er seinen Jüngern vor Kurzem gesagt: „Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden…“! Alles, was den ersten Christen passiert, ist eingebettet in dem Vertrauen und Überzeugung, dass Gott König ist, und dass Ihm nichts aus „der Hand gleitet“. Diese Perspektive ist, glaube ich, entscheidend, nicht nur angesichts einer globalen Mission, sondern auch angesichts all der Widerstände, die eine solche Mission mit sich bringt.
  2. Das Gebet geschieht auf der Grundlage des Wortes Gottes. Der Psalm 2, der hier als Grundlage des Gebets dient, ist ein Siegespsalm. Gott wird hier als König und Sieger über Seine Feinde beschrieben. Er hat das letzte Wort, oder um mit Vers 4 zu sprechen: Er lacht zuletzt! Ein Gebet, das auf Gottes Wort gegründet ist, wird immer Kraft haben.“Warum toben die Nationen und sinnen Eitles die Völkerschaften ?  2 Es treten auf Könige der Erde, und Fürsten tun sich zusammen gegen den HERRN und seinen Gesalbten :  3 «Lasst uns zerreißen ihre Bande und von uns werfen ihre Stricke!»  4 Der im Himmel thront, lacht, der Herr spottet über sie.  5 Dann spricht er sie an in seinem Zorn, in seiner Zornglut schreckt er sie :  6 «Habe doch ich meinen König geweiht auf Zion, meinem heiligen Berg!»  7 Lasst mich die Anordnung des HERRN bekanntgeben! Er hat zu mir gesprochen: «Mein Sohn bist du, ich habe dich heute gezeugt.  8 Fordere von mir, und ich will dir die Nationen zum Erbteil geben, zu deinem Besitz die Enden der Erde.  9 Mit eisernem Stab magst du sie zerschmettern, wie Töpfergeschirr sie zerschmeißen.»  10 Und nun, ihr Könige, handelt verständig; lasst euch zurechtweisen, ihr Richter der Erde!  11 Dienet dem HERRN mit Furcht, und jauchzt mit Zittern!  12 Küsst den Sohn, dass er nicht zürne und ihr umkommt auf dem Weg; denn leicht entbrennt sein Zorn. Glücklich alle, die sich bei ihm bergen!“
  3. Das Gebet vermittelt die richtige Perspektive für den geistlichen Kampf. Gegen Jesus, den Sohn Gottes wird hier gekämpft und deshalb wird Gott, der Vater, angerufen – der Herr der Heerscharen – der nun selbst den Kampf gegen die Mächtigen führen soll. Die Beter realisieren, dass dieser Kampf nicht gegen „Fleisch und Blut“ ist und reihen sich damit in das Heer Gottes ein, das durch Anbetung siegt.
  4. Der Einmütigkeit der verbündeten Feinde stellt sich auch die Gemeinde einmütig entgegen. Das mutige Gebet beinhaltet daher auch nicht etwa die typisch frommen Bitten um „Segen, Schutz und Schmerzvermeidung“, sondern die Bitte um die vollmächtige Proklamation der Königsherrschaft Jesu durch Worte und Wunder.
  5. Der letzte Punkt ist vielleicht noch einer besonderen Bemerkung wert. Wer von uns wäre nicht einfach schon dann glücklich, einen echten Apostel predigen zu hören? Ist denn eine vollmächtige Predigt eines Freundes und Zeugen Jesu nicht schon genug? Sie haben sich doch mit dem Messias Schulter an Schulter gerieben, haben alle Seine Wunder gesehen und erlebt, haben den Staub hinter dem Rabbi eingeatmet, Tod und Auferstehung bis tief in die verwinkeltsten, verwundbarsten Kammern der Seele durchlitten … So jemanden Reden zu hören – wäre das nicht ein Gänsehautgenuss pur, wäre das nicht schon alles, was ein Mensch je braucht, um Gott zu begegnen und zu erleben? Für die ersten Christen war das nicht alles! Auch die Predigt der ersten Apostel musste besiegelt werden durch Zeichen und Wunder – das war die Grunderwartung der ersten Gemeinde. Wie weit sind wir heute davon weg? Wenn die Aposten diese Besiegelung brauchten, um Gottes Reich angemessen zu proklamieren, warum meinem wir denn heute ohne dem auszukommen?

Ich will beten wie die ersten Christen!

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Eine Antwort zu “Beten wie die ersten Christen II

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