Beten wie die ersten Christen III

Kirchengeschichte können wir weder rückgängig machen, noch wiederholen… Darin sind sich, meine ich, fast alle einig. Aber ist die Spiritualität, Kraft und Leidenschaft der ersten Christen das Relikt eines immer schwächer werdenden Tsunami, oder tatsächlich eine neu zu entdeckende Realität der postmodernen Kirche? Sind die Dinge nur „verschüttet worden“ und mit der Zeit „verloren gegangen“, wie z. B. die Ruinen alter, hochentwickelter mesopotamischer Kulturen, oder sind sie genauso wie diese für immer auch „untergegangen“?

Wenn ich mir das Christentum des Westens so anschaue/anhöre, so kommt es mir vor, dass wir hervorragende Archäologen (vielleicht ein anderer Begriff für Theologen?) sind: Wir gaben tief, arbeiten hart, sind dabei „streng wissenschaftlich“, bewundern all die Schätze der vergangenen Kultur, stellen sie sogar in unseren „religiösen Kulturtempeln“ auf Podeste und Kanzeln, haben dabei eine tiefe, fromme Ehrfurcht, sind voller Andacht und Rührung …, – alles Merkmale einer authentischen Museumsmentalität. Aber Kirche ist kein Museum, sie ist eher ein atemberaubendes, gefährliches Abenteuer, wovon die Apostelgeschichte nur den Prolog darstellt… Die Reise geht weiter!

Aber auch ich selbst will oft nur das Abenteuergefühl, den gewissen Kick, so eine rasante Achterbahnfahrt mit der 100%gen Gewissheit eines „HAPPY END“, oder die romantische Nostalgie eines Museums: geheimnisvoll, fremd und doch reizvoll, phantastisch, wild, bewundernswert… und doch…, und doch ungefährlich.

Wenn wir zurück wollen, zurück zum gefährlichen Abenteuer der ersten Christen, sollten wir wie sie damit anfangen, gefährlich zu beten…

Apg 10:9-21  9 Am folgenden Tag aber, während jene reisten und sich der Stadt näherten, stieg Petrus um die sechste Stunde auf das Dach, um zu beten.  10 Er wurde aber hungrig und verlangte zu essen. Während sie ihm aber zubereiteten, kam eine Verzückung über ihn.  11 Und er sieht den Himmel geöffnet und ein Gefäß, gleich einem großen, leinenen Tuch, herabkommen, an vier Zipfeln auf die Erde herabgelassen;  12 darin waren allerlei vierfüßige und kriechende Tiere der Erde und Vögel des Himmels.  13 Und eine Stimme erging an ihn: Steh auf, Petrus, schlachte und iss!  14 Petrus aber sprach: Keineswegs, Herr! Denn niemals habe ich irgend etwas Gemeines oder Unreines gegessen.  15 Und wieder erging eine Stimme zum zweiten Mal an ihn: Was Gott gereinigt hat, mach du nicht gemein!  16 Dies aber geschah dreimal; und das Gefäß wurde sogleich hinauf genommen in den Himmel.  17 Als aber Petrus bei sich selbst in Verlegenheit war, was wohl diese Erscheinung bedeuten möchte, die er gesehen hatte, siehe, da standen die Männer, die von Kornelius gesandt waren und Simons Haus erfragt hatten, vor dem Tor;  18 und als sie gerufen hatten, erkundigten sie sich, ob Simon mit dem Beinamen Petrus dort herberge.  19 Während aber Petrus über die Erscheinung nachsann, sprach der Geist zu ihm: Siehe, drei Männer suchen dich.  20 Steh aber auf, geh hinab und zieh mit ihnen, ohne irgend zu zweifeln, weil ich sie gesandt habe!  21 Petrus aber ging zu den Männern hinab und sprach: Siehe, ich bin‘ s, den ihr sucht. Was ist die Ursache, weshalb ihr kommt?

Wir brauchen Gebete, die uns zu abenteuerlichen Grenzüberschreitern machen! Herr, lehre uns so zu beten!

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Eine Antwort zu “Beten wie die ersten Christen III

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