Gericht eröffnet Insolvenzverfahren bei TXL

Hier nur einen einen Hinweis aus den aktuellen Presse-Nachrichten über TXL.

Von Anke Vehmeier // General-Anzeiger

Bonn/Köln. Mit einer vermutlich einzigartigen Pleite beschäftigt sich seit Freitag das Amtsgericht Bonn. Es eröffnete das Insolvenzverfahren bei der TXL Business Academy aus Alfter. „Ein Fall in dieser Form ist in meiner Berufspraxis noch nicht vorgekommen“, sagte am Freitag der Kölner Rechtsanwalt Andreas Ringstmeier.

Er wurde vom Bonner Amtsgericht zum Insolvenzverwalter bestellt. Rund 4,6 Millionen Euro hatte der Missionar und Investmentmanager Paul Traxel binnen eines Jahres von zumeist russlanddeutschen Freikirchenmitgliedern „als sogenannte Nachrangdarlehen eingesammelt“, berichtete Ringstmeier.

Mit dem Geld – jeder Darlehensgeber überließ der TXL zwischen 5 000 und 25 000 Euro – wollte Traxel hohe Gewinne im Devisenhandel erzielen. Außerdem sei den Betroffenen ein fester Zinssatz von zehn Prozent pro Jahr garantiert worden.

„Die TXL hatte völlig überhöhte Renditen versprochen, das Geschäftsmodell war zum Scheitern verurteilt“, so der Insolvenzverwalter. Die meisten Darlehensgeber hatten zudem Arbeitsverträge mit TXL abgeschlossen. Sie haben jedoch seit Juli keinen Lohn mehr erhalten.

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Von Bernhardt Limberg // idea Spektrum

Köln (idea) – Russlanddeutsche Baptisten, die der Firma eines Missionars Geld in Millionenhöhe geliehen haben, werden ihre Darlehen wohl nicht zurückbekommen.

Nach der vor kurzem beantragten Insolvenz gebe es nicht genügend Geld, um die Beträge zurückzuzahlen, sagte der Insolvenzverwalter Andreas Ringstmeier am 1. Oktober in Köln vor Journalisten. Der Missionar und Geschäftsmann Paul Traxel hatte im vergangenen Jahr zwei Firmen gegründet, darunter die TXL Business Academy. Ziel war es, in den Devisenhandel einzusteigen. Ein Teil der Gewinne sollte in die Mission fließen. Für sein Geschäftsmodell warb er in Gemeinden um sogenannte Nachrangdarlehen – sie werden im Falle einer Insolvenz erst als letzte bedient. Die Darlehensgeber bekamen im Gegenzug Arbeitsverträge angeboten. Die Vergütung richtete sich nach der Höhe der geliehenen Summe. Insgesamt wurden auch mit Hilfe von Pastoren etwa 15 Millionen Euro an Darlehen eingeworben; etwa ein Drittel floss direkt an die TXL Business Academy. Der Rest ging an die noch existierende Schwestergesellschaft TXL Capital Management GmbH. Im August wurde die Insolvenz für die TXL Business Academy angemeldet. Die über 750 Personen, die mit ihr ein Arbeitsverhältnis eingegangen waren, wurden gekündigt. Laut Ringstmeier reicht das Kapital der Gesellschaft höchstwahrscheinlich nicht aus, um die Nachrangdarlehen zurückzahlen zu können. Zudem sei das übriggebliebene Geld – eine siebenstellige Summe – derzeit im Ausland „eingefroren“.

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4 Antworten zu “Gericht eröffnet Insolvenzverfahren bei TXL

  1. Frankfurt am Main (idea) – Der Finanzskandal um den Missionar und Geschäftsmann Paul Traxel weitet sich offenbar aus. Der Mitgründer des Internationalen Centrums für Weltmission (heute: „To all nations“) hatte von vorwiegend russlanddeutschen Baptisten rund 15 Millionen Euro an Darlehen für Devisengeschäfte eingeworben.

    weiter hier: http://www.idea.de/nachrichten/detailartikel/artikel/finanzskandal-um-missionar-paul-traxel-weitet-sich-aus.html

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