Erster Selbstmordversuch im TXL-Fall

Vor einigen Monaten berichtete ich über die dubiosen Geschäfte von P. Traxel und der TXL Business Academy. Lange habe ich nichts mehr darüber geschrieben, aber ich verfolge die Verhandlungen und öffentlichen Diskussion immer noch. Heute erreichte mich eine erschreckende Nachricht von einem Geschädigten von P. T. Die Verantwortlichen schweigen derweil immer noch und überlassen die Geschädigten ihrem eigenen Schicksal, wie aus diesem Hilfeschrei ersichtlich ist. (Ich habe mich selber von der Echtheit dieses Schreibens überzeugen lassen!)

Heute Nacht gegen drei Uhr fand meine Tochter ihren Mann bewußtlos im Badezimmer.

Die von uns gerufenen Rettungskräfte konnten ihn sicher ins Krankenhaus bringen.Diagnose steht nun auch fest: Eine Überdosis eines Tablettencoktails.

Wir können zu dem momentanen Zeitpunkt keine genaue Aussage über den Grund diesen Versuches machen. Es wurde in den letzten Wochen sehr viel aufgearbeitet jedoch wurde unser Sohn zunehmend depressiver verstimmt und hatte enorme Zukunftsängste.

Ich danke euch allen, die bisher so zu uns standen.
Von P.T. kam zu keiner Zeit ein Gespräch oder Hilfsangebot. Meine E-Mail-Adresse hatte er nachweislich erhalten. Nun ist es auch nicht mehr nötig.Er hat uns wirklich alles genommen und das hätte nicht sein müssen.

Wir müssen uns nun verstärkt unseren Kinder widmen.

Rat an alle Betroffenen Mitarbeiter oder den Nahestehenden der Ex-Mitarbeiter: Sucht euch, falls ihr Probleme habt, professionelle Hilfe. Nehmt diese Angebote wahr. Es wird euch geholfen. Wenn jemand betroffene Personen kennt, dann fragt sie doch diskret nach Hilfsangeboten jeglicher Art. Zu mancher Zeit, besonders jetzt zur Vorweihnachtszeit brauchen sie vielleicht vermehrt Gespräche.
Diese Betroffenen werden es euch vielleicht in einigen Jahren danken.

Nun wünsche ich euch allen, und ich meine wirklich allen, eine sehr besinnliche, ruhige, entspannte und bedenkliche Adventszeit. Die Weihnachtszeit ist angebrochen und ein letzter Blick geht ins vergangene Jahr. Es gab sehr vieles, wofür man sehr dankbar war und ist. Wenn nun auch sehr viel geschehen ist, sollen wir trotzdem zum vergeben von Herzen bereit sein. Dazu gibt es keinen besseren Moment als diese Zeit. Dieses vergeben können ist unser größter Schatz. Deshalb kam Jesus auf diese Erde.

Der Heil´ge Abend steht für Zukunft, Liebe und Geborgenheit… Es möge niemand einsam weinen, in dieser herrlichen Weihnachtszeit!

Es werden vermutlich keine leichte Weihnachten werden für unsere und viele andere betroffene Familien, jedoche glaube ich fest daran, daß Gottes Hand uns nicht verläßt!

Der Herr Jesus möge euch alle segnen.

Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und nimm deinen Heiligen Geist nicht von mir.
Psalm 51,13

Abraham Wiens

Ich kann für die Betroffenen den Rat von Herrn Wiens nur noch bekräftigen: SUCHT EUCH PROFESSIONELLE HILFE!

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Eine Antwort zu “Erster Selbstmordversuch im TXL-Fall

  1. Hallo, es tut mir einerseits leid für den Betroffenen, andererseits sollte man die Verantwortung nicht einfach von sich selbst abwälzen.
    Wenn man sich informiert, dann weiss man, dass man in so eine Anlage eben nicht „alles was man hat“ hineinsteckt!!!

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