Wie ich die Einheit des Leibes sehe. 03

Warum brauchen wir geistliche Einheit?

  1. Weil Jesus dafür gebetet hat. Wir können mit 100%iger Sicherheit sagen, dass Jesus nie für unwichtige Dinge beten würde! Es ist das letzte und längste Gebet Jesu vor der Kreuzigung. Und ich bin mir auch in einem anderen Punkt sehr sicher: Jesus hat noch nie ein Gebet gesprochen, dass Sein Vater nicht erhört hat. Gott wird dieses Gebet erhören.
  2. Weil die Welt erst dann glauben kann. Jesus betet (Joh. 17,20-23): 

“Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.

… damit sie eins seien, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, damit sie vollkommen eins seien und die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, wie du mich liebst.“ 

Bei der Einheit geht es nicht primär um UNS! Deswegen sollten wir uns auch nicht so ernst nehmen. Es geht um GOTT und SEINE HERRLICHKEIT UND LIEBE für die ganze Welt. SEINE Mission soll unserer Einheit und Liebe untereinander immer wieder neue Nahrung geben.
  3. Weil erst dadurch Gottes besonderer Segen auf Sein Volk kommt. Psalm 133: 

“Ein Wallfahrtslied. Von David. 

Siehe, wie gut und wie lieblich ist es, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen. 
2 Wie das köstliche Öl auf dem Haupt, das herabfließt auf den Bart, auf den Bart Aarons, der herabfließt auf den Halssaum seiner Kleider. 
3 Wie der Tau des Hermon, der herabfließt auf die Berge Zions. Denn dorthin hat der HERR den Segen befohlen, Leben bis in Ewigkeit.“David besingt hier in einer poetischen und sehr bildhaften Form die zentrale Rolle der Einheit im Volk Gottes. Er gebraucht dabei zwei Bilder, die uns u. U. nicht mehr zugänglich sind. Beide Bilder haben zwei Gemeinsamkeiten: 
Etwas kommt von oben nach unten – sowohl das Salböl als auch der Tau.Und beides sind angenehme und sehr positive Erfahrungen.Nun einige Erklärungen dazu:

 Einheit kommt auch heute noch zum Volk Gottes von oben nach unten. Wenn sich Leiter der Gemeinden an einem Ort oder einer Region verstehen, sich respektieren und liebevoll und ehrlich miteinander umgehen, dann ist das für den Rest der Gemeinde meistens kein Problem mehr…

In einem AT Kurs habe ich eine Studentin gehabt, die studierte Pharmazeutin war. Und so habe ich ihr eine praktische Aufgabe für das Proseminar gegeben, nach den Rezeptvorgaben der Mosesbücher, Salböl herzustellen. Am Ende des Kurses waren wir alle sehr überrascht, was dabei herausgekommen war. Es war ein sehr angenehmes und wohlriechendes Duftöl dabei herausgekommen. Danach verstand ich Psalm 133 besser. David will hier sagen, dass Einheit genauso angenehm ist für alle, wie ein wohlriechendes Parfüm. Wir würden einen frischen, angenehmen Duft immer einem unangenehmen Gestank bevorzugen. Während Duft Menschen zusammenbringt, treibt uns Gestank auseinander. Zwietracht, Neid und Spaltungen sind so ein Gestank oder wie der Zwiebelsaft – es treibt uns die Tränen in die Augen und wir würden am liebsten davonlaufen.

Das zweite Bild sprich vom Tau. Der Berg Hermon ist mit seinen 2814 m über NN der höchste und der einzige Schneeberg im Norden Israels. Wenn nun die kühlen Luftmassen vom Hermongebirge Nachts die wärmeren im Landesinneren überlagern, kühlen diese ebenfalls ab. Nach den Gesetzen der Physik bleibt bei diesem Prozess Wasserdampf zurück, der in Form von Tau das ganze Land bewässert. Da Regen in ganz Palästina sehr selten ist, ist dieser Tau für die Vegetation und das Leben in Palästina überlebenswichtig. Und genau das will David über die Einheit des Volkes Gottes sagen – sie ist genauso lebenswichtig wie der Tau für die Landwirtschaft Palästinas.

Streit und lieblose Auseinandersetzungen sind dagegen wie ein Sandsturm oder eine Hitzewelle, die alles Leben auslöschen. Wenn jemand Zeiten der Spaltungen und des Streits erlebt hat, wird diesem Bild beipflichten. Besonders die vielen zarten und jungen Pflänzchen, die noch keine tiefen Wurzeln haben, gehen dabei zuerst zugrunde.

Und dann macht David zum Schluss ein Statement, das mich jedes mal von den Socken haut:

Denn dorthin hat der HERR den Segen befohlen, Leben bis in Ewigkeit.
Wohin hat Gott seinen Segen befohlen?
Dahin, wo Einheit unter Brüdern und Schwestern ist!

Warum brauche ICH geistliche Einheit? Weil ich nur so ein Jünger Jesu werden kann!

 Ich will nun zum Schluss das Thema Einheit etwas aus der Kollektivität befreien und es für Dich und mich sehr persönlich machen.

Was kannst Du für die Einheit tun? Folge Jesus nach, Er wird Dich auch immer Seine große Familie erkennen lassen. 

Jesus ist die Mitte des Heils Gottes. Wenn wir alle nahe bei Jesus sind, werden wir auch einander nahe kommen. Einheit setzt unsere Unterordnung unter die Herrschaft des Königs aller Könige Jesus Christus voraus. Wer Einheit will, muss Liebe, Wahrheit, Vergebung und Versöhnung durch Jesus erfahren haben und in der Kraft des Heiligen Geistes zu Liebe, Wahrhaftigkeit, Vergebung und Versöhnung befähigt werden. Das alles schenkt Jesus Dir und mir, wenn wir Ihm von Herzen folgen.

Auf dem Weg zur Arbeit fahre ich meistens an Schafherden vorbei. Allerdings habe ich bei denen noch nie einen Hirten gesehen, zumindest nicht so einen mit langem Mantel und Stab. Die Schafe sind eingesperrt in einen Weidezaun, auch Elektrozaun genannt. Die Spannung eines solchen Zauns beträgt min. 4000 Volt, ist aber für Mensch und Tier ungefährlich. Dieser Zaun erzeugt alle 1,3 Sekunden einen Stromstoß und soll die Tiere “nur” abschrecken und ihnen ihre zugewiesenen Grenzen aufzeigen. 

So kommen mir viele Christen vor, sie leben wie einige dieser Schafe immer am Zaun als Zaungäste. Sie schauen immer über den Zaun (der Welt) und mit der Gesinnung: “Wie weit darf ich gehen? 

Wie weit darf ich bei Gewaltspielen gehen? Wie weit warf ich in die Welt gehen? Wie weit darf ich mit Alkohol und Drogen gehen? Wie weit darf ich beim Sex gehen?” 

Sie wachsen nicht in einer inneren Abhängigkeit vom Heiligen Geist, sondern von äußerst schmerzhaften “Elektroschocks”. Was sie wirklich antreibt sind Fragen, wie: „Was werden die Menschen sagen? Verhalte ich mich so, wie andere es von mir erwarten? Kann ich immer noch mein Gesicht vor den anderen bewahren?“ 

Jesus sperrt Dich nicht in einen Elektrozaun ein. Er will, dass Du ihm folgst und auf seine Stimme hörst. Er sagt: „Meine Schafe hören meine Stimme!“ Wie kannst Du auf Seine Stimme hören und Ihm folgen?
 Komm in die Nähe von Jesus! “Wie nah darf ich kommen?” Diese Frage will Jesus bei mir auslösen.

Wechsele die Blickrichtung. Wir bewegen uns auf das zu, was wir anschauen. Nicht der Zaun ist Deine Bestimmung, sondern der Hirte Jesus! Er ist “der Gute Hirte”, dem ich folgen darf, er ist “die Stimme”, auf die ich mein Gehör einstimmen soll, er ist “die Tür”, in die ich eintreten, er ist “der Weg”, den ich gehen darf. Verlasse den Zaun.

Wir werden nie diesem Guten Hirten begegnen, wenn wir uns hinter den Zäunen verstecken und vielleicht sogar zu Heckenschützen werden – das ist die ganze Tragik solcher Einrichtungen. Und wenn wir alle unsere Elektrozäune abbauen, zu Jesus kommen, Ihm nachfolgen, dann werden wir eine Einheit erleben, die Gott ehrt und diese Welt revolutioniert!

Liebe mosaikchurch, liebe Christen und Gemeinde in Detmold & Lippe, lasst uns nach Einheit in der Kraft des Heiligen Geistes streben!

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