Das musste mal gesagt werden…

Meine Lektüre von N. T. Wright S. 91-92. Das musste mal wirklich gesagt werden!

Die meisten konservativen Bibelleser werden misstrauisch auf die Dekonstrution schauen. Doch das unter diesem Begriff vorgeschlagene Modell ist unangenehm nah an manchen Modellen dran, die implizit in der pietistischen Tradition (im weitesten Sinne) adoptiert wurden. Die Kirche hat tatsächlich Arten und Weisen des Bibellesens institutionalisiert und systematisiert, die einigen postmodernen Richtungen seltsam ähnlich sind… Der andächtige Vorläufer der Dekonstruktion ist diejenige Leseweise des Textes, die darauf besteht, dass das, was die Bibel mir jetzt sagt, ihre wesentliche und endgültige Bedeutung ist; dies ist eine Leseweise, die nicht wissen will, was die Intention der Evangelien war, auch nichts vom Leben der ersten Christen und nichts darüber, wie Jesus tatsächlich war. In der Welt der literarischen Epistemilogie gibt es die schrägsten Bettgesellen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s