5 Jahre context 21

Es ist fast an mir vorbeigegangen, aber es ist tatsächlich so, dass mein Blog Ende 2011 5 Jahre alt geworden ist. Also, happy birthday context 21! Viele Stunden des Schreibens von über 500 Posts, noch mehr Stunden des Lesens von tausenden Freunden und über 200.000 Hits später, versuche ich mal für mich ein Résumé des Bloggens zu ziehen.

  1. context 21 hat mir die letzten 5 Jahre geholfen, meinen Verstand zu schärfen. Das bringt das Schreiben so mit sich, dass man Dinge noch einmal durchdenken, formulieren, konkretisieren muss. Schreiben ist eine edle Disziplin für den eigenen Geist. Damit will ich nicht sagen, dass alles, was ich mit Hilfe von Tastatur und Computer zustande bekommen habe „geistreich“ war, aber es hat meine Neuronen und Synapsen zusätzlich in Schwung gehalten.
  2. context 21 hat mein „Wohnzimmer“ expandiert. Über meinen Blog stehe ich täglich mit hunderten von Menschen in Verbindung, die ich leider nicht täglich sehen kann. Aber ich weiß, wenn wir uns mal treffen, dann bekomme ich immer wieder Feedback über das eine oder andere Thema des Blogs und sie sagen mir dann auch, dass sie regelmäßige Leser sind. Bei Serien warten sie schon immer auf den nächsten Eintrag.
  3. context 21 verbindet. Den meisten Feedback habe ich bis jetzt zum Thema „geistlicher Missbrauch“ bekommen. Aufgrund des Postings habe ich inzwischen Einladungen bekommen zu Tagungen, Seminaren und Kirchenmeetings, die sich aktiv mit dem Thema auseinander gesetzt haben. Und schon einige Male hatte ich auch „Opfer“ des geistlichen Missbrauchs aus der ganzen Republik bei mir auf dem Sofa sitzen. Aber ich habe auch einige unangenehme Kontakte (die sich ebenfalls bei mir bis zum Sofa vorgearbeitet hatten) im Zusammenhang mit demselben Thema gehabt.
  4. context 21 erleichtert Kommunikation. Manchmal habe ich den Eindruck, dass ich noch einmal etwas Wichtiges sagen MUSS – an meine Freunde und auch an die Gemeinde, in der ich arbeite. Dann schreibe ich einen Post zu dem Thema. Das entbindet mich nicht von anderen Kommunikationskanälen, die unmittelbarer und direkter sind, aber eine Schriftliche Botschaft hat dann doch immer noch einen anderen, nachhaltigeren, evtl. auch nachvollziehbareren Charakter. Die Kommentarfunktion erlaubt dann auch eine Diskussion zum Thema, die u. U. alle etwas weiter führt…
  5. À propos Kommentarfunktion… Ich habe meinen Blog mit einer offenen Kommentarfunktion angefangen – d.h. jeder konnte was auch immer, wie auch immer, kommentieren. Das ist eigentlich auch der beste Weg! Wenn, ja wenn da nicht die menschliche Schwächen und Neigungen zur Arroganz, Verurteilung, Rücksichtslosigkeit, Intoleranz und Indifferenz gäbe. Ich kann hier gar nicht wiedergeben, welche Kommentare hier eingetragen wurden… Zunächst habe ich es mit Nettigkeit versucht – alle Kommentatoren mit beleidigendem, beschimpfendem Ton persönlich anzuschreiben und sie gebeten, die Netiquette einzuhalten. (Die meisten davon waren übrigens Christen!) Dann kam die Blacklist. Als das nicht wirklich half, bin ich zur moderierten Form der Kommentierung übergegangen, d.h. alle Kommentare gehen derzeit über meinen Desktop und einige davon landen dann sehr schnell und einfach im digitalen Müllkorb.

Ich freue mich auf die nächsten Jahre mit context 21 und mit euch, meine Freunde! Vielen Dank für eure Unterstützung, Ermutigung, euren kritischen Blick und eure positive Auseinandersetzung mit mir und den Themen des Blogs!!!

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Eine Antwort zu “5 Jahre context 21

  1. Danke Jacob, dass du den Blog schreibst. Ich profitiere. Gehöre zum Expandierten Sofa und zu den Gemeinden, die dich zu dem Thema: „geistlicher Missbrauch“ eingeladen haben. In dem Bereich herrscht eine große Not. Möge Gott dein Mandat erweitern und dir zunehmend Einfluss in deutschland vor allem zu dem Thema schenken. Freu mich dich virtuell und real zu kennen.

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