Mehr als oberflächlich! Wie wir Menschen durch Veränderungsprozesse führen. 04

Wir als mosaikchurch beginnen dieses Jahr mit einer Kampagne unter dem Arbeitstitel: „Mehr als oberflächlich! Den Glauben tiefer verwurzeln.“ Ich beginne heute mit einer neuen Post-Serie zum Thema: „Wie wir Menschen durch Veränderungsprozesse führen.“ Wie schon auf unserer Homepage gesagt, geht es im Kern der Kampagne um tiefgehende emotionale und spirituelle Wachstumsprozesse. Veränderung „passiert nicht einfach“, Veränderung muss bewusst gewollt und angegangen werden. Außerdem brauchen wir für Veränderung viel Mut, immer wieder der Wahrheit in´s Auge zu schauen und Durchhaltevermögen, da die „eingeübten Verhaltensweisen“, die uns in die gegenwärtige Misere gebracht haben, sehr tief sitzen und meistens schon zu unserer „zweiten Natur“ geworden sind. Ich will hier in den folgenden Tagen & Wochen zunächst 8 Schritte aufzeigen, wie wir uns selber und andere Menschen durch Veränderung führen können.

SCHRITT 1: Wecke ein Gefühl der Dringlichkeit!
SCHRITT 2: Werde Teil einer heilenden Gemeinschaft
SCHRITT 3: Entwickle eine Zielvorstellung und eine Strategie für Veränderung

SCHRITT 4: Bekomme mehr Verständnis und Akzeptanz

Eines kann ich dir versprechen, während du dich auf den Weg der Veränderung begibst: du wirst alte, vertraute Freunde verlieren und neue Weggefährten gewinnen. Also, sei bereit, große Umwälzungen nicht nur „mit knirschenden Zähnen“ zuzulassen, sondern zu begrüßen und zu umarmen. Was muss du also verstehen und akzeptieren, wenn du Veränderung erleben und leben möchtest?

  1. Loslassen. Du musst einiges hinter dir lassen und loslassen, noch bevor du genau weißt, wohin die Reise genau hingeht. „Geh in das Land, das ich dir zeigen werde…“ – so begegnet Gott Abram zum ersten mal. Ein toller Businessplan, oder? Und auch wenn wir eine klare Vision und Strategie dafür haben, wohin die Reise gehen soll, ist doch alles, was nun vor uns liegt Neuland – zumindest für uns. Willkommen im unkartographierten Gebiet! Lass also los…, manchmal Beziehungen, manchmal Bitterkeit, manchmal Sicherheit, manchmal Bequemlichkeit, manchmal Gewohnheiten, manchmal deinen Job… und wenn´s ganz dicke kommt – gleichzeitig ein ganzes Bündel davon.
  2. Zulassen. Eigene Sicherheit und Kontrolle loslassen – das gehört oft zu den härtesten Lektionen des Lebens. Hier erlebe ich persönlich die ganze Wucht und Wahrheit dessen, was Jesus über das „sterben“ gesagt hat. Scheitern und Zerbruch sind keine Werte, die die Welt ums herum hochhält – das gibt in Bewerbungsunterlagen kein gutes Bild ab. Aber bei Gott ist das anders. In der Bibel heißt es, dass Gott nur zwei Orte im ganzen Universum für geeignet hält, um darin zu „wohnen“ – den Himmel und ein zerbrochenes Herz. Gott ist kein Sadist, der uns schmerzen zufügen will. Die „alte, sündige Natur“ ist aber oft so sehr mit uns verwachsen, dass Zerbruch die einzige Möglichkeit ist, um uns davon zu „er-lösen“. Du musst Zerbruch und alle damin einhergehenden Prozesse in deinem Leben zulassen. Dazu gehören auch Leid, Schmerz, eine gehörige Portion Verzweiflung und das (zu lange!) Warten auf eine Art „Sinngebung“ für das ganze Erleben.
  3. Überlassen. Die Engländer nennen das surrender. Man könnte im Deutschen auch Hingabe sagen, wenn das Wort nicht schon so übelst-fromm abgegriffen wäre. Ich habe schon an einer Stelle gesagt, dass Vertrauen eine wichtige Basis für jede umwälzende Veränderung ist. Der härteste Beweis für Vertrauen ist surrender – sich überlassen! Ich überlasse jemandem mein Geld, mein Haus, mein Auto, meine Kinder, eine wichtige Position… Wenn das schon viel Vertrauen kostet, wie viel mehr, wenn es darum geht, jemandem unser Leben zu überlassen. Es ist das eine, es zu besingen… „Alles geb´ ich hin, alles geb´ ich hin…“ – ein anderes, es wirklich zu leben. Halte ich Gott für vertrauenswürdig? Mitten in meiner Krise? Mitten im Chaos und im Tsunami der Veränderung? Dann, wenn die Wellen des Zweifels, der Anklagen, des Bedauerns und des Unglaubens am höchsten schlagen? Kann ich mir dann immer noch Gott und Seiner Gnade sicher sein und mich Ihm völlig überlassen? Diese Fragen werden mit Sicherheit kommen und es wäre gut, wenn du vorbereitet bist…
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2 Antworten zu “Mehr als oberflächlich! Wie wir Menschen durch Veränderungsprozesse führen. 04

  1. Ich bin gerade am Anfang eines veranderungsprozesses und finde mich nur sehr schwer zurecht. Habe alle Schritte die du beschreibst gelesen und stimme theoretisch zu. Nur in der Praxis da happert es. Bräuchte einen Seelsorger aber wo findet man einen dem man vertrauen kann?

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