Romantisierung der Weiblichkeit

Erst neulich hörte ich einen Vortrag über Beziehungen, in dem der Referent folgendermaßen die Frauen charakterisierte:

Wären mehr Frauen an führenden Positionen, wäre unsere Welt eine bessere… Es gäbe weniger Gewalt, weniger Kriege und Missbrauch jedweder Art. Die Ellbogengesellschaft würde aussterben. Es gäbe viel mehr Harmonie und Frieden, weil Frauen, im Gegensatz zu Männern, viel sensibler und Beziehungswesen sind.

Ich weiß nicht, ob Du schon mal ähnliche Statements gehört hast? Ich frage mich dabei ernsthaft: sind Frauen denn grundsätzlich bessere Menschen, eine „bessere Rasse“? Versteht mich nicht falsch, es geht mir nicht darum, auf dem Hintergrund solcher Aussagen ein neues Frauenfeindbild aufzubauen, gegen Frauen in Leitungspositionen zu wettern, oder das Gender Mainstreaming der EU grundsätzlich anzuzweifeln – das alles überlasse ich lieber den ewiggestrigen patriarchalen Höhnlenbewohnern.

Aber im Ernst, wird da bei solchen Aussagen nicht der Gender-Bogen überspannt? Ist das nicht eine zu romantisch-rosa-rote Sicht auf Frauen als Mensch? Die Bibel sagt, dass beide, Mann und Frau, nach Gottes Ebenbild geschaffen worden sind. Und die Bibel sagt auch, dass beide, Mann und Frau, gefallene Wesen und daher Sünder sind. Und das bedeutet, dass wir alle, Männer und Frauen, sowohl zu den heroischsten Taten und zu den vernichtendsten Verfehlungen fähig sind…, wenn dafür die absolute Chancengleichheit besteht.

Daher bin ich heute für diesen Artikel der WELT dankbar, in der ein Tabuthema durchbrochen wird: die Gewaltbereitschaft von Frauen. Wenn wir den Mut hätten, die Terror-Geschichte (auch die dt. RAF-Geschichte!) vorbehaltlos zu studieren, würde uns jede solche feminine Romantisierung vergehen.

Ich selber habe in unetrschiedlichen Projekten und Konstellationen mit Frauen zusammengearbeitet. Das ist es, was diese Frauen mir gesagt haben: Ich arbeite viel lieber mit Männern in einem (Projekt)-Team, denn Frauen sind viel zickiger, neidischer, komplizierter und brutaler, wenn´s draufankommt. Ich will auch dieses Statement nicht verallgemeinern – auch hier liegt das zerstörerische Potential grundsätzlich nicht im menschlichen Geschlecht, sondern in der menschlichen Rasse allgemein.

Ich hoffe, dass die ganze (auch notwendige) Gender-Diskussion an dieser Stelle nicht in einen neuen demagogen Genozid, besser gesagt Genderzid, endet.
Foto: Imago

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2 Antworten zu “Romantisierung der Weiblichkeit

  1. Danke für dieses Video! Diese Videoreihe muss ich gleich an unserer Schule zur Pflichtlektüre machen…als Nachtisch noch das Video über das gegenderte Petzibuch…

  2. interessanter Link zum ganzen Gender Thema und der Absurdität des „gleichmachens“ knapp 40 min. die allerdings dazu geführt haben, dass Norwegen alle Gelder für ihr Genderprogramm eingestellt haben.

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