Verborgenes offenes Leben

Die Bibel sagt:

So gibt es auch nichts Geheimes, was geheim bleibt; alles ist dazu bestimmt, offenbart zu werden. Und es gibt nichts Verborgenes, was verborgen bleibt; alles soll bekannt gemacht werden. Wenn jemand Ohren hat und hören kann, dann höre er! Mark 4,22-23

Jeder von uns hat Geheimnisse, eine Art „verborgenes Leben“. Und das ist auch gut so, das macht einen Teil unserer Persönlichkeit, unserer Individualität  aus. Grausame Foltermethoden wurde entwickelt, um Menschen all ihre Geheimnisse zu entlocken. So wichtig ein „vergorgenes und geheimes“ Leben eines Menschen für die Persönlichkeitsbildung ist, so kritisch ist aber auch die Frage, was denn diese „verborgene und geheime“ Kammer in uns aufüllt. Wir schauen einander immer nur „vor die Stirn“, sind aber geichzeitig sensibel für tief verborgene Beweggründe wie: Egoismus, Rechthaberei, Heuchelei, Schmeichelei, Unaufrichtigkeit, Arroganz, etc. . Als Gott im Garten Eden nach dem Menschen ruft: „Adam, wo bist Du?“ – hat Er nicht mit dem Sündenfall des Menschen auch Seine Allmacht und Allwissenheit eingebüßt. Nein, Gott respektiert den Menschen selbst in seinem selbstverschuldeten Versteck, mit seinen destruktiven Geheimnissen, obwohl Er ihn auch gleichzeitig ruft und damit auffordert, ins Licht – zu Ihm – zu kommen, um frei zu werden und zu leben.

Gott ist kompromisslos und primär daran interessiert, was in der „verborgenen und geheimen Kammer“ unseres Lebens – dem Herzen – vor sich geht. Auch hier weiß Er es schon – ist Er doch der Herzenskenner! Aber Er will unsere freie Einwilligung für Seinen Zutritt und Seinen Zugriff auf diese Schatzkammer. Es geht nicht darum, dass der Mensch seines „verborgenen Lebens“, d.h. einem zetralen Aspekt einer gesunden Persönlichkeit, beraubt – so zu sagen depersonalisiert wird. Nein, Gott will den „geheimen Ort“ in uns mit Seinem Licht und Leben ausfüllen.

Mehr als alles andere behüte dein Herz; denn von ihm geht das Leben aus. Spr. 4,23

Bei alledem müssen wir bedenken, dass die Apokalypse unserer best gehütetster Geheimnisse (Motive) – seien sie nobel oder verwerflich – so sicher ist wie das Gesetz der Schwerkraft. Die letzte Offenbarung geschieht spätestens dann, wenn wir vor Gott stehen, wenn absolutes Licht alle Finsternis aufdeckt.

Seht in uns Diener Christi und Boten, die Gottes Geheimnisse verkünden. Von solchen Boten verlangt man vor allem Zuverlässigkeit. Wie es bei mir damit steht? Mir ist es nicht so wichtig, wie ihr oder irgendein menschliches Gericht in diesem Punkt über mich urteilen. Ich maße mir auch über mich selbst kein Urteil an. Zwar bin ich mir keiner Schuld bewusst, aber damit bin ich noch nicht freigesprochen. Entscheidend ist allein Gottes Urteil. Deshalb urteilt niemals voreilig! Wenn Christus kommt, wird er alles ans Licht bringen, auch unsere geheimsten Wünsche und Gedanken. Dann wird Gott jeden so loben, wie er es verdient hat. 1Kor 4,1-5

Allerdings sind die meisten Geheimnisse auch schon in der Regel der ersten Offenbarung – der Offenbarung der Geschichte – preisgegeben. Diese Woche war ja gerade ein Paradebeispiel dafür…
Ich will nur zwei aktuelle Ereignisse anführen.
1. Eine Karrikatur von Thomas Plaßmann angesichts des Gerichtsurteils zur Aufhebung der Anonymität von Samenspendern und damit einer drohender Welle von Vaterschaftsklagen. Plaßmann sieht das so…
hallo papi
2. Die Aberkennung des Dr.-Titels unserer Forschungsministerin Annette Schavan, seitens der philosophischen Fakultät der Uni Düsseldorf und deren Rücktritt gestern Nachmittag.

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