Top 5 Voraussetzungen zum Erwachsenwerden

Im täglichen Umgang mit (erwachsenen) Menschen fällt mir immer wieder ein Muster auf: Menschen im Körper eines Erwachsenen leben in der Psyche eines Kleinkindes. Dafür gibt es verschiedene Gründe: Erziehung, Erkrankung, Missbrauch, Traumata, etc. Aber Fakt ist – jeder kann erwachsen werden – auch noch jenseits von 35 Jahren.

Hier meine Top 5 Voraussetzungen zum Erwachsenwerden:

  1. Entscheide Dich dafür, Dich von Deiner Vergangenheit zu verabschieden! Lass alle Wunden, Verletzungen, Bindungen und Traumata hinter Dir. Manchmal braucht man dazu einen guten Seelsorger oder Therapeuten – aber das Geheimnis ist Gnade und Vergebung.  Bei Gott gibt es einen echten Neuanfang, egal wie schuldig man selber geworden ist, oder wie schuldig jemand an uns geworden ist. Wenn Du an Deine Vergangenheit gefesselt bist, dann ist Deine Vergangenheit Deine Zukunft.
  2. Übernimm Verantwortung für Dein Leben! Du bist verantwortlich für Dein JA und Dein NEIN; Du bist verantwortlich für Dein Verhalten und Deine Entscheidungen; Du bist dafür verantwortlich, ob Du negativ, oder positiv bist; Du bist dafür verantwortlich, ob Du Konflikte löst oder Dich zurückziehst. Menschen, die in der Psyche eines Kleinkindes gefangen sind, übernehmen keine Verantwortung für sich – immer ist jemand anders schuld an deren Reaktionen, Gefühlen, Verhalten und Denken.
  3. Suche selbständig nach Antworten auf Deine großen Fragen! Wir kennen das von Dreijährigen – die stellen unentwegt Fragen. Kinder sind neugierig und wollen die Welt verstehen. Eltern und Pädagogen sind in den ersten Jahren unsere Wegbegleiter. Sie geben Antworten, dann (wenn sie ihren Job richtig machen!) helfen sie uns, selbständig nach Antworten und Lösungen zu suchen. Ein Kennzeichen, dass jemand erwachsen geworden ist, ist die mentale Fähigkeit, sein Wissen, seine Erfahrungen und die zur Verfügung stehenden Quellen so zu nutzen, dass man selbständig Antworten und Lösungen erarbeitet. Erwachsene mit Kleinkindpsyche wollen immer alles „Kleingekaut“ und „einfach“ bekommen.
  4. Überwinde Deine Ängste und sei positiv! Und ich meine hier nicht die Art von Angst, die gesund ist und uns am Leben erhält – wie z. B. die Angst, aus dem 5. Stockwerk zu springen oder die vom blutrünstigen Bullterrier. Die meisten Ängste, die uns gefangen nehmen sind irrational. Wir haben gewisse verletzende, traumatische Erfahrungen in der Vergangenheit gemacht, die wir nun in die Zukunft projizieren und hochstilisieren. Ich kenne Erwachsene, die immer nur im Raum „ihrer Befürchtungen“ leben. „Wenn ich das tue…, wenn sich das und das verändert…, wenn ich mich dem stelle…, dann befürchte ich, dass …“ – höre ich nicht selten. Sie sind ständig negativ und voller Ängste, sie reagieren auf der Grundlage ihrer Verletzungen oder der schlechten Erfahrungen und sie sind nicht in der Lage, ein positives CARPE DIEM zu gestalten. Angst führt immer dazu, dass wir nicht kreativ und gestalterisch sein können – wir werden von der Angst bestimmt, blockiert und gestaltet.
  5. Gestalte selber Deine Gegenwart und Zukunft mitten in der Realität  Viele Erwachsene leben nicht, sie werden gelebt – von Umständen, Mitmenschen, Terminen, Erwartungen, Ansprüchen, Jobs, etc.  Kinder, die keine Grenzen in der Erziehung erlebt haben, werden zu Erwachsenen, die keine Abgrenzungen kennen. Eine Person, die sich nicht abgrenzt, verliert mit der Zeit seine Identität und Persönlichkeit. Wir sind als Erwachsene dazu in der Lage, Verantwortung zu übernehmen, für uns, unsere Kinder, unseren Beruf, unsere Zukunft. Das geht nicht bei JA-Sagern. Wer nicht NEIN sagen kann, dessen JA ist völlig bedeutungslos. Manage Dich selbst, setze Prioritäten für Leben, Beruf, Familie, Freizeit, Deinen Körper… Kleinkinder können das (noch) nicht, Erwachsene schon. Zur Realität des Lebens gehört allerdings auch, dass wir oft auch ein NEIN akzeptieren müssen. Erwachsene mit Kinderpsyche können das nicht. Sie manipulieren, protestieren, schmollen ständig und hadern mit ihrem „Schicksal“ – sie leben in einer Scheinwelt und in einer nie überwundenen Trotzphase.
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